Liliom – Theater in der Waldorfschule
Die Schüler haben den Inhalt, der sich um den Umgang mit Gefühlen und einer ungewohnten Behandlung von Gut und Böse dreht, behutsam genähert. In sehr sicherer Handhabung der künstlerischen Qualitäten lassen weder die großen moralischen Fragen, noch den feinen, manchmal auch fast grotesken Humor platt werden, sondern halten Urteile zurück und binden so den Zuschauer als urteilende Instanz lebendig in das Geschehen ein. Durch diese Inszenierung bekommt Molnárs Werk aus vergangenen Zeiten einen ständigen aktuellen Bezug, die seelischen Qualitäten der teilweise großen Lebensfragen sind deutlich, aber niemals abschließend herausgearbeitet. Dem interessierten Publikum sei empfohlen zwei aufeinanderfolgende Vorstellungen zu besuchen, da die umfangreicheren Rollen alle doppelt besetzt wurden und so unterschiedliche Feinheiten aufweisen. Bei beiden Besetzungen begeistern der freie Umgang mit den Sinnfragen und der Verzicht auf platte und wirkungsvolle Elemente zu Gunsten der Entscheidungskompetenz der Zuschauenden. (fst)
BU:
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Raubüberfall an den Bahngleisen mit unerwartetem Ausgang
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Der schwerverletzte Liliom liegt auf der Bahre.
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Groteske Szene bei der „himmlischen Polizei“
Probenfotos!


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