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Donnerstag, 1. April 2010

Haarige Sache. Eine Dreadverwandlung

Dreads sind Schicksal

Haare sind event. Besonders wenn ein wildgewordener Haufen in mühseliger Kleinarbeit in Dreads verwandelt wird.  Dann sind Haare Kult. Dreads sind geordneter Anarchismus und führen zwangsweise zum Teilzeitnarzismus. 


 


Wer Dreads bekommt, wird fürderhin nicht umhin kommen, seine Zeit kopflastig zu nutzen: Es wird von Haaren geredet, es werden Haare gehäkelt und die Haare sind eine Verpflichtung zu einem wilden, freien Leben. Das hat man als Dreadhad zu führen, egal wie gut die Schulnoten sind oder wie brav der häusliche Abwasch gemacht wird. Die vielen vielen Stunden Kopfarbeit bringen eine neue Identität. 
Wenn in einem riesengrossen Provinz- Kinder- Kz- Gymnasium keine vier Leute mit verfilzten Haaren zu finden sind, wird der neue Zottelträger zum Unikum.

Und steht die Person nicht auch ausserhalb der alles beherrschenden Schülergruppen? Matler, Punks und die Antigruppe Hippies dürfen filzokratisch rumlaufen. Wobei die letzte Formation für Waldis reserviert scheint, deren Kollektiverscheinung zwischen Hardcoreöko und Krischnajünger angesiedelt ist, und nicht wirklich klassifizierbar. Bei den Waldorfschülern sind auf jeden Fall wesentlich mehr Zottelköpfe zu finden, als an den bürgerlichen Schulen.

Auch im handwerklichen Bereich ist diese Frisur öfters mal zu finden- bei Berufen mit gestalterischen Ambitionen zumeist. Sowohl Holz als auch glühendes Metall wird von Filzköpfen in andere Formen verwandelt. 
 






Vielleicht sind Dreads eine individualistische Uniform von Kreativen? 

 



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