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Donnerstag, 15. Dezember 2011

Portraits auf Leinwand (50x75cm)

Eine Serie von Bilder, die speziell für Wiedergabe auf Leinwand in Grössen ab 50x75 cm ausgearbeitet wurden.
Weitere Bilder in quadritischer Form folgen.





























Dienstag, 1. Februar 2011

EZ: Unterhaltsame Geschichtsvorlesung über angewandte Piraterie

Seit Jahrhunderten befährt der als „Magister der sieben Künste“ bekannte Pirat und „Likedeeler“ Magister Wigbold (*1365) die Weltmeere. Viel hat er erfahren und erlebt zusammen mit Klaus Störtebeker und Gödeke Michel. Am Sonnabend schwadronierte der als „listiger Zwerg“ gefürchtete Freibeuter im Haus an der Reeperbahn über seine Erfahrungen und dozierte über die Verwicklung des traditionellen Piratentums in der aktuellsten Politik.
„Habt ihr heute schon gemeuchelt?“ So wurde das Publikum im ausverkauften Kinosaal des Jugendzentrums begrüsst und wie es sich für einen gelehrten Dozenten und Doktore gehört mussten die Studenten Rede und und Antwort stehen. Detailliert beschrieb der kleine Freibeuter, in dessen staubigen Gewand sich die gewiefte Aktionsschauspielerin Gabriele Pahms verbarg, die geschichtlichen Vorkommnisse der Freibeuter zwischen Ost- und Westsee. Poltrig streng mit harschen ungeduldigen aufstampfen des knotigen Stockes wurde die Anwesenden examiniert und mit schelmischen Grinsen und einem triumphalen „Na also – geht doch“ für kluge Antworten belohnt. 
Mit zur Mannschaft des umtriebigen Kapitäns gehörte die schöne Esmeralda (Cordula Thonett, Figurentheater im Kabuff) die verzückt die Augen verdrehte in Andenken an die schönen schwedischen Männern damals und der knarzige alte Pirat Alberich Grünhaar. Da Alberich als Handpuppe (oder vielleicht auch wegen seines wurmstichigen Holzbeines?) an seine Esmeralda gefesselt war, giftete er diese gerne mal an und verwickelte sie in gewohnheitsmäßige Kleinstreitgespräche. Was ihn aber nicht abhielt mit den hübschen Frauen im Publikum nebenbei noch zu flirten. 
Der Pirat „Musicus“ mit wallenden Dreadlocks war auch mit an Land gekommen um mit Akkordeon und Gitarre für musikalische Stimmung zu sorgen. Aus dem Rathaus hatte er sich als Souvenir den „Bürokraten Maier“ mitgebracht, der für ihn das Schlagzeug zu spielen hatte. (Benjamin Schulte und Dominik Kessener vom Eckernförder „Duo Caldera“) Während die Mannschaft die fröhlichen Seiten des Piratenlebens in so eingängigen Liedern wie „... und ausserdem haben wir gute Laune“ hochleben liess, zeigte der gelehrte Magister auf, dass die traditionellen Piratentricks wie Bangemachen und Stillschweigen auch heute noch in der Politik bestens funktionieren. Ob Bankenkrise, Gesetze durch Lobyisten, Stuttgart 21, Atomverträge und Internetmacht – stets sind es die alten Piraten oder zumindest ihre bewährten Methoden mit denen das (Wahl)volk verscheissert und genasführt wird.
Nach dem das lebhaft mitgehende Publikum über diese wesentlichen Grundzüge uralter und hochaktueller Piraterie eingehenden unterrichtet worden war, akquirierte der beherzte Magister seine neue Mannschaft aus den Anwesenden. So mancher Besucher kam ins sinnieren: Wie wäre es die Seiten zu wechseln zu den direkt-demokratisch geführten Schiffen der Freibeutern, die ihre Beute gerecht und gleich teilen, die eine funktionieren Altersversorgung bieten und wild und frei leben?.
Gabriele Pahms und ihren Künstlerkollegen gelang es einen unterhaltsamen Abend zu gestalten, der bei allen Klamauk und Ulkereien auch geschichtlich informative Details offenbarte und gleichzeitig bestes politisches Kabarett bot, mit seinen manchmal etwas bitteren Pointen. Eine gelungene Show aus Eckernförde die sich als Exportartikel empfiehlt. (fst)

Montag, 16. August 2010

Pirats 2010



Piraten/tage/spektakel/fest 2010 Mit Benni als neuen Bürgermeister, Alberich, Magister Wigbold, Bürokrat Maier (mit ai) und Esmeralda und weiterne Freu(n)den!

http://picasaweb.google.com/fognin/Pirats2010?feat=directlink


und hier noch der der Artikel des SZ von Silvia Meinsner Zimmermann

" ....außerdem ham wir gute Laune!"

16. August 2010 | 06:45 Uhr | Von Sylvia Meisner-Zimmermann
Man soll es nicht für möglich halten: Der alte Magister Wigbold ist inzwischen schon 620 Jahre alt, ziemlich angestaubt und in seiner äußeren Erscheinung etwas modrig. Aber unter seinem großen Hut voller Spinnweben steckt ein schlauer Kopf. Was er am Freitag- und Samstagabend auf der Bühne am Innenhafen alles aus dem wilden Piratenleben erzählen konnte - Geschichte und Geschichtchen - das haute den stärksten Seemann um. Darum waren wohl 120 Sitzplätze vorbereitet und dann auch restlos mit Zuhörern aller Altersgruppen besetzt. Wer zu spät kam, fand einen Stehplatz - die Kaimauer ist lang.

Fast eine Stunde lang gab es Piratengeschichte live, humorig verpackt und in unnachahmlicher Weise an die Leute gebracht: Der kleine Magister Wigbold (Gabriele Pahms) zog alle Register, humpelte zwischen Bühne und Publikum behende hin und her, quasselte einzelne Besucher an, verwickelte sie in seine Geschichten, machte einen "auf Lehrer", fragte genannte Jahreszahlen ab und flitzte zu den Leuten vom Sicherheitsdienst. Au weia, die hatten Flaschen geköpft, Wigbold probierte und schüttelte sich glaubhaft: "Nee, nee, soo’n Blubberzeug!", das kannte er nicht, denn Cola war in seinem überlangen Leben noch nicht vorgekommen. Und machten die Dunkelblauen am Rand des Geschehens tatsächlich "Lärm", dann faltete Wigbold sie ordentlich zusammen: Stille. "Na also, geht doch!" und das Publikum amüsierte sich.

Für viele unvergesslich wird wohl auch Wigbolds Stimme sein. Er krächzte und schnarrte, zog bedeutungsvolle Wörter endlos in die Länge, verwandte himmlisch gestelztes Deutsch - "Musikus, spiele er" oder zu einer Besucherin "hat sie heute schon wen gemeuchelt?" Selbst die jüngsten Gäste im Grundschulalter waren völlig fasziniert und verfolgten das Geschehen mit hochkonzentriertem Interesse. Selbst als der Strom und damit die Lautsprecheranlage ausfiel, war Wigbold mit seiner hinreißenden Dauerlektion nicht zu überhören.

Diese Geschichtsstunde, an Schulen gehalten, wäre mit Sicherheit ein Mammuterfolg - zum einen, weil man mit Lachen und vergnügt am besten lernt, zum anderen, weil dieser gelehrte Magister so herrlich "einen auf autortär" mimte, und schließlich weil Seeräubergeschichte nun mal packend ist. Die gar nicht so moralische Verbindung von Macht, Handel, Geld, Politik, Wirtschaftsinteressen national und international ist - frei nach Wigbold alias Gabriele Pahms - zudem nicht nur eine Sache der Vergangenheit. Unbekümmerte Vergleiche mit der Gegenwart ließen das Publikum herzhaft lachen und kräftig applaudieren. Als Beigabe sorgte der Musikus (Benjamin Schulte) mit Akkordeon, Gitarre und guter Stimme für stramme, noch unbekannte Seemannslieder, schlug der Beamte (Dominik Kessener) dazu die Pauke, war Esmaralda (Cordula Thonett) damit beschäftigt, ihre Wetterfrosch-Puppe Alberich Gruenhaar am ständigen "Sabbeln" zu hindern.

Schließlich gab es noch Übungseinheiten für alle: Unter fachmännischer Wigbold-Anleitung wurden die Fäuste geballt, wurde grimmig geschaut und furchterregend gebrüllt, die Totenkopfflagge geschwungen und obendrein ein neuer Ohrwurm zelebriert: "…und außerdem ham wir gute Laune!" grölten alle und hatten eine Menge Spaß. Glückwunsch und Anerkennung für Gabriele Pahms: Da ist ihr ein kleines Meisterstück gelungen.

Sonntag, 16. November 2008

Groteskes Weinseminar

Groteskes Weinseminar



Bei Römer und Wein steppte die Kellnerin auf dem Tisch.

Wenn in einem kleinen aber sehr feinen Weinbistro plötzlich eine alte Dame auftaucht und die Gäste über den richtigen Weingenuss, sowie die Verabreichung von Handküssen belehrt und dabei jede Menge lustiger Sprüche macht, dann dürfte dies kein Zufall sein. Madame Euphrosine, grauhaarig, klein, alt, schwer am Stock gehend, aber unermüdlich und mit ständig blitzenden Augen hinter der runden Brille- das kann doch nur Pamms Aktionstheater mit Gabriele Pahms sein. Eine ausgesprochen witzige Kombination, die in der ausverkauften Weinstube von Römer und Wein sehr gut ankam. Die gelungene Mischung aus durchaus ernstgemeinte Informationen, teilweise assistiert von dem sachkundigen Uwe Römer, urkomischen Sprüchen und einen ständigen, liebevoll ironischen Kontakt zu dem begeistert mitspielenden Publikum schuf eine gelöste weindurchtränke Stimmung. Ob die Komische über die Weisheit des Weines philosophierte oder den anwesenden Herren galantes Benehmen beibrachte, stets wurde gelacht. Geschickt wurde auf den Spruch „die Art des Weines weist auch auf den Charakter des Trinkers hin“, vom Publikum eine umfassende Weinbeschreibung abgefragt, die dann mit leichten Schwung auf einen der Geniesser weiter gegeben wurde. Bei den Piratentagen hatten sich Uwe Römer und Gabriele Pahms kennengelernt, als die Aktionsschauspielerin als Magister Wiegbold schwadronierend durch die Stadt gezogen war und der Weinfachmann mit „Piratenblut“ die Piratenfreunde köderte. Das launige Weinseminar, das gleichermaßen gekonnte Unterhaltung, aufsehen erregendes Aktionstheater, Wissen und Anekdoten über Wein und ganz viel gute Laune vermischte, sollte fortgesetzt werden, auch wenn dabei ältere Damen wilde Stepptänze aufführen. Aber die Besucher sollten dann doch auch einen der Sprüche von Madame Euphrosine beachten: „Am Rausch ist nicht der Wein schuld, sondern der Trinker“ (fst)

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